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Urteil: PKV muss Kosten für Prostatakrebsbehandlung übernehmen

Hoffnung für Privatpatienten mit Prostatakrebs

Hoffnung für Privatpatienten mit Prostatakrebs

Das Berliner Landgericht hat einen privaten Krankenversicherer dazu aufgefordert, Kosten für eine Protonentherapie zu übernehmen. Das gibt Privatversicherten mit Prostatakrebs neue Hoffnung.

Das Besondere: Die Therapie muss nicht zwingend in Deutschland stattfinden.

HUK Coburg muss Behandlungskosten übernehmen

Das Landgericht hat die HUK Coburg Krankenversicherung dazu aufgefordert, die Behandlungskosten eines Patienten zu übernehmen, der sich im Medical Center der Universität Loma Linda in Kalifornien einer Protonentherapie unterzogen hat. Die Notwendigkeit dieser Therapie ist bei der Versicherung umstritten, Grundlage ist ein Sachverständigengutachten. Darüber hat sich das Berliner Landgericht hinweggesetzt.

Von diesem Urteil können auch andere Privatpatienten profitieren, denn sie können davon ausgehen, dass die Therapiekosten auch für sie übernommen werden. Die Therapie wird in vielen Ländern, darunter auch Deutschland angeboten.

Protonenbestrahlung bietet einige Vorteile

Der Vorteil einer Bestrahlung mit Protonen ist, dass das gesunde Gewebe geschont wird. Beim Zielgewebe kann dagegen die Dosis maximiert werden. Die Wirksamkeit der Protonentherapie ist belegt. Das Landgericht sieht das genauso und befindet, dass es sich um eine vertretbare Therapiemöglichkeit und nicht um eine so genannte alternative Behandlungsmethode handelt. Normalerweise verweigern sowohl GKV als auch PKV die Kostenübernahme oder sie erstatten aufgrund der hohen Kosten nur Teilbeträge.

Einige Versicherungsunternehmen übernehmen die Kosten

Einige Versicherer wie die AOK Bayern und die private Debeka haben die Vorteile erkannt und mit ausgesuchten Anbietern Verträge abgeschlossen. Sie übernehmen einen Großteil der Kosten. Generell sind die gesetzlichen Krankenkassen etwas spendabler als die PKV.

Von dem Urteil des Landgerichts werden allerdings nicht die aktuell an einem Prostatakarzinom Erkrankten profitieren, sondern eher nachfolgende Generationen.  

Foto1: © DOC RABE Media - Fotolia.com

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