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Barmer GEK und Deutsche BKK fusionieren

Barmer GEK und Deutsche BKK haben sich zusammengeschlossen

Barmer GEK und Deutsche BKK haben sich zusammengeschlossen

Die Fusion zur größten Krankenkasse Deutschlands ist nun beschlossene Sache. Zum 1. Januar 2017 sollen die Barmer GEK und die Deutsche BKK zusammengelegt werden.

Die Verwaltungsräte besiegelten die Entscheidung am vergangenen Mittwoch. Bereits Anfang Oktober 2015 waren erste Pläne der Ersatz- und Betriebskrankenkasse über eine Fusion an die Öffentlichkeit gelangt. Am 23. Oktober war es dann offiziell. Die Selbstverwaltungsorgane beauftragten ihre Kassenvorstände mit dem Zusammenschluss der Krankenkasse. Nun wurde am Mittwoch der Vereinigungsvertrag durch die Vorstände beider Kassen in Berlin unterzeichnet. In der neuen Barmer werden dann etwa 9,6 Millionen Menschen versichert sein, was sie zur größten Krankenkasse Deutschland macht.

Erweiterung und Sparprogramm

Im Zuge der Zusammenlegung sollen an den Hauptstandorten der BKK in Wolfsburg, Stuttgart und Düsseldorf verschiedene Fachzentren und weitere Geschäftsstellen entstehen. Grund für die Fusionspläne war die finanzielle Situation der BKK. Aber auch die Barmer GEK befand sich seit Längerem in keiner guten Lage. Die zweitgrößte Krankenkasse hatte eine umfangreiche Restrukturierung beschlossen. Dazu gehören der Abbau von 3.500 Arbeitsplätzen und die Schließung vieler Filialen. Die Barmer versucht so ihr jährliches Defizit weiter zu reduzieren.

Neue Marktsegmente erschließbar

Mit der Übernahme der BKK ergeben sich für die Barmer zwei Vorteile: Größe spielt auch bei Krankenkassen eine wichtige Rolle. So könne die Barmer ihre Marktposition verbessern und sei für Kunden sichtbarer, heißt es aus Kreisen der Krankenkasse „Die Fusion […] leistet einen wichtigen Beitrag, um als neues Unternehmen nachhaltig erfolgreich im Wettbewerb um die Versicherten und um die besten Leistungen zu bestehen“, sagt Verwaltungsratsvorsitzender der Barmer GEK, Holger Langkutsch.

Foto1: © VadimGuzhva - Fotolia.com

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